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Archiv für den Monat Februar 2013

Im Gegensatz zu anderen Parteinahen Stiftungen ist bei dem geplanten Verein die Mitgliedschaft für jeden offen. Es gibt keine Begrenzung der Anzahl der Mitglieder. Dies ist bei anderen der Fall. Dort werden die Mitglieder „gewählt“, was intransparentes Handeln ermöglicht und fördert. Bei einer unbegrenzten Mitgliedschaft besteht allerdings die Gefahr einer „feindlichen“ Übernahme, wenn z.B. eine Gruppe mit ausreichend vielen Personen auf der Mitgliederversammlung erscheint und mit dieser Dominanz der Vorstand wählen würde.

Dafür stellt der Verwaltungsrat das Kontrollgremium dar. Der Verwaltungsrat hat das Vorschlagsrecht für die Besetzung des Vorstandes, gewählt wird von den Mitgliedern = Mitgliederversammlung. Kommt keine Einigung zustande, müssen neue Vorschläge gemacht werden.

Der Verwaltungsrat wiederum wird aus einer Vorschlagsliste der regionalen Bildungswerke/-vereine bzw. den Landesverbänden (wenn kein Bildungswerk/-verein existiert) von der Mitgliederversammlung gewählt.

Vereinfachte Darstellung:

organe_uebersicht

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Ja?  – Ja!
Nach intensiven Diskussionen über die Satzung, wollen wir nun „Nägel mit Köpfen machen“. Dazu gibt es eine Terminumfrage (da müssten noch ein paar mehr Anmeldungen kommen!).
Wo gegründet wird ist übrigens unabhängig vom späteren Sitz des Vereins.

Was ist der Zweck des Vereins?
Im Pad des Satzungsentwurfs gibt es zwei Vorschläge zur Formulierung und einen schönen Text hat Michael Paetau noch dazu geschrieben:

„Der Verein orientiert seine Arbeit an den politischen Grundwerten einer freien Wissensgesellschaft, die den Prinzipien informationeller Selbstbestimmung und eines freien, voraussetzungslosen Zugangs zum gesellschaftlichen Wissen verpflichtet ist. Das impliziert die Ablehnung jeder Art von Bestrebungen, den Umgang mit Wissen an monetäre Interessen zu binden. Stattdessen dient uns das Gemeinwohl als handlungsleitende Richtschnur für alle diesbezüglichen politischen Gestaltungsentwürfe.

Weiterhin tritt der Verein für den transparenten Umgang mit staatlichen Daten ein. Die Potenziale der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien machen es möglich, allen Bürgern die Einsicht in Dokumente, Verträge und strategische Planungen, die ihr Leben beeinflussen werden, zu ermöglichen.

Gleichzeitig richtet der Verein einen kritischen Blick auf alle Bestrebungen, im Zuge der gegenwärtigen Veränderungen der gesellschaftlichen Kommunikationsverhältnisse die bürgerliche Freiheitsrechte einzuschränken, beispielsweise durch Verstärkung staatlicher Überwachungs- oder privater Kontrollbestrebungen.

Ein weiterer Punkt der Aktivitäten des Vereins wird die Entwicklung, Erprobung und Evaluation neuer Formen direkter demokratischer Formen von Einwirkungsmöglichkeiten der Bürger, auch wenn sie nicht in politischen Parteien organisiert sind, auf das politische Geschehen sein („Liquid Democracy“).“

Da müssen wir noch etwas arbeiten, formulieren, straffen, vereinfachen ….

Nächster Mumble-Termin: 26.02.2013, 19:30 Uhr

In der letzten Mumble-Sitzung (6.2.2013) haben wir einige Punkte der Satzung weiter diskutiert. Hier im Pad kann der aktuelle Stand nachverfolgt werden: http://piratenpad.de/p/AKRoadmap_Satzungsentwurf20130124_public

  • Könnte der Verwaltungsrat zu viel Einfluss auf den Verein und dessen Vorstand nehmen?
  • Neue Formulierung für §2 Zweck finden (piratiger)
  • Wann ist die Mitgliederversammlung beschlussfähig?
  • Rechenschaftsberichte und Prüfung wurden überarbeitet

Der reguläre Termin der nächsten Sitzung wäre der 16., aber auf allgemeinen Wunsch aller Anwesenden wurde der Termin vorgezogen auf den 15.2.2013, 19:30 Uhr.

Es wird Zeit, sich neben den Formalismen zum Gründungsakt, Gedanken zu Inhalten und Veranstaltungsformaten zu machen.

Dazu geben die zwei Angebote, bei denen ich teilnehme bzw. teilgenommen habe, gute Anregungen:

Workshop „Verfassungsrecht und Verfassungsgeschichte“

Gestern hat Bernd Hoppe einen ganztägigen Workshop in Bad Homburg zu diesem Thema durchgeführt. Er hat uns gekonnt zur Mitarbeit angeregt und auch die Diskussion im Griff gehalten (und das bei Piraten). Dieses Thema ist aber nicht nur für Piraten interessant sondern für alle Mitbürger. Hier können die Vereine auf Landes- und Bundesebene Gutes tun (und darüber berichten).
Bernd Fachinger hat den Workshop aufgezeichnet (Audio) und wird diese Aufzeichnung auch öffentlich bereitstellen.

Wer kennt MOOCs?

Ein MOOHappy PeopleC ist ein „Massiv Open Online Course“:
Massive = unbegrenzte Teilnehmerzahl (bei der Stanford University sollen 100.000 Studenten eingeschrieben sein).
Open = offen für jede Person, die mitmachen möchte, weitestgehend barrierefrei, nur unter Verwendung von OER, sprich von Materialien, die unter CC-Lizenz stehen und heruntergeladen, verändert und wieder neu verteilt werden dürfen
Online = sicher bekannt  🙂
Course = ein Kurs ist ein Bildungsangebot mit einem festen Start- und Endtermin, mit einem Thema, mit vorstrukturierten Inhalten.

Es entwickeln sich derzeit verschiedene Formate von MOOCs. Die 2 wesentlichen sind xMOOCs und cMOOCs. Erstere werden hauptsächlich von Unis und Hochschulen angeboten. Sie haben einen sehr starren Lehrplan hat und es wird wenig Wert auf die Kommunikation und Kollaboration zwischen den Lernenden gelegt.
Bei cMOOCs stehen Kommunikation, Zusammenarbeit und das gemeinsame Lernen und Reflektieren im Vordergrund.

Letzteres ist sicher ein Format, das den Piraten sehr entgegenkommt.
Wer sich weiter darüber informieren möchte findet hier eine Zusammenstellung http://www.scoop.it/t/was-ist-1-mooc.
Aktuell läuft ein deutschsprachiger MOOC für angehende MOOC-Organisatoren. Einfach mal die Seite http://howtomooc.org aufrufen und sich verwirren lassen.